„Treffen“ mit einem Vorfahren von vor über 500 Jahren

Dass die Genealogie unvorhersehbar und überraschend ist, hat wahrscheinlich schon viele Ahnenforscher überzeugt, die im Laufe ihrer genealogischen Suche Familiengeschichten entdeckt haben, von denen oft niemand wusste, dass sie existieren. Ein Teil der Aufgabe des Genealogen besteht auch darin, Familienmitglieder zu treffen und mit ihnen zu sprechen, wodurch wir unser Wissen über unsere Vorfahren erweitern können.

Es stellt sich heraus, dass es möglich ist, nicht nur lebende Menschen zu treffen, sondern auch solche, die nicht mehr unter uns sind. Eine solche „Begegnung“ fand im Museum von Koszalin statt, als die Einrichtung Mitte Mai dieses Jahres von einem deutschen Einwohner besucht wurde – dem 12-fachen Urenkel von Harmen Freter (geb. 1483, gest. 1538) – ein ehemaliger Bürgermeister von Koszalin.

Der Grund für den Besuch war ein Epitaph, das mit dieser Person in Verbindung steht und sich in der Sammlung des Koszaliner Museums befindet. Im unteren Teil des Epitaphs befindet sich eine Beschreibung des Stifters Harmen Freter und seiner Frau, und auf beiden Seiten der Beschreibung sind die Wappen der Stifter zu sehen. Auf der linken Seite der Komposition steht die Figur des Gründers, frontal zugewandt, mit zum Gebet erhobenen Händen. Die Figur ist mit einem Mantel bekleidet, der bis zu den Knien reicht. Auf der rechten Seite steht eine weibliche Figur, die mit einem langen Mantel bekleidet ist, der am unteren Rand mit Hermelinfell besetzt ist. Die Frau trägt eine weiße Kopfbedeckung, und ihre Hände sind ebenfalls zum Gebet erhoben. Beide Figuren stehen vor dem Passionskreuz, an dem Jesus Christus hängt. [Beschreibung nach der Inventarkarte, Inv.-Nr. MK_H_819].

Die Beschreibung von Harmen und seiner Frau im unteren Teil des Epitaphs (fot. R. Hellfeier)
Die Beschreibung von Harmen und seiner Frau im unteren Teil des Epitaphs (fot. R. Hellfeier)

Ein Nachkomme von Bürgermeister Freter, der das Museum in Koszalin besuchte, war Dr. Baranowski. Er konnte seine Rührung nicht verbergen, als er dieses Epitaph nach vielen Jahren der Beschäftigung mit der Genealogie mit eigenen Augen sehen konnte. Es war auch eine Gelegenheit, über die genealogische Forschung und seine Erfahrungen damit zu sprechen. Natürlich durfte auch ein Erinnerungsfoto nicht fehlen – Dr. Baranowski mit seiner Frau neben dem Epitaph stehend.

Abschließend möchte ich an den Inhalt der Dankes-E-Mail erinnern, die Dr. Baranowski an das Museum geschickt hat.

Wir, meine Frau und ich, möchten uns nochmals ganz herzlich bedanken für die außerordentlich freundliche Hilfe bei der Suche nach dem Epitaph von Harmen Freter im Archiv!! Alle waren sehr bemüht und freuten sich mit uns. Für meine Ahnenforschung war es ein sehr wichtiges Ereignis. Es berührte mein Herz, das Epitaph eines direkten Ahnen (vor 14 Generationen) zu sehen, der 1483 geboren wurde, also noch bevor Columbus die ’neue Welt‘ entdeckte!

Dr. Baranowski mit seiner Frau (fot. R. Hellfeier)
Dr. Baranowski mit seiner Frau (fot. R. Hellfeier)
< hellfeier.net />
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